Das erwartete und unerwartete Glück

Die Glücksforschung hat mal wieder belegt, dass mit dem Wohlstand eines Landes auch die Lebenszufriedenheit seiner Bevölkerung steigt. Am glücklichsten sind die Menschen in den westlichen Industrienationen (da sind wir aber froh …). Neben dem Reichtum bestimmen dabei vor allem die persönliche Freiheit und die Möglichkeit, sein Leben selbst zu gestalten, den Glücksquotienten der Menschen.

Die glücklichsten Menschen leben aktuell in Dänemark und in der Schweiz. Im oberen Mittelfeld des Glücksrankings findet sich neuerdings auch Deutschland. Offensichtlich ist die Zeit des Jammerns und des Verbreitens schlechter Stimmung vorbei. Unglücklich fühlen sich hingegen die Menschen in vielen Ländern Afrikas und in Russland, Weißrussland und der Ukraine.

Dies belegen die aktuellen Daten aus der “World Database of Happiness”, die Ruut Veenhoven von der Universität Rotterdam aufgebaut hat und etwa 3000 Studien aus 68 Ländern umfasst. Eines kristallisiert sich immer wieder heraus: Glück ist nicht planbar. Selbst wenn die Menschen genau zu wissen meinen, was sie glücklich macht. Das erwartete Glück erzeugt immer ein geringeres Hochgefühl als das unerwartete Glücksgeschehen. Wenn du also jemanden z. B. durch ein Geschenk glücklich machen möchtest, dann kündige dies nicht vorher an, weil dann die positive Wirkung der Überraschung fehlt. Dies bedeutet auch, dass zu Weihnachten oder zum Geburtstag erwartete Geschenke keine nachhaltig wirkende Hebung des Glücksgefühls erzeugen können. Vielleicht sollten wir also an den ritualisierten „Glückstagen“ weniger schenken und das gesparte Geld in das Unerwartete investieren …