Das Programm “Midlife-Krise”

Sinnkrisen und Depressionen treten statistisch gesehen am häufigsten in der Mitte des Lebens um die 40 auf. Dies haben jetzt Forscher an der Universität von Warwick durch Untersuchungen in 72 (!) Ländern herausgefunden. Zwei Millionen Menschen wurden erfasst. Die Gründe für diese globale Veränderung der Gemütslage sind allerdings bislang unklar.
Ab 50 rappeln sich die Menschen aber im Durchschnitt wieder auf. Wenn sie körperlich fit sind, fühlen sich 70-Jährige danach genauso gut und glücklich wie 20-Jährige. Die Forscher fanden diese u-förmige Befindlichkeitskurve bei Menschen in allen Ländern.

Das Ganze sieht ja fast so aus, als ob es eine Art Naturgesetz für die Selbstwahrnehmung gäbe. Man könnte das auch als “programmierte Krise” bezeichnen. Der Vorteil dabei ist vielleicht, dass die Bedeutung des eigenen Lebens und die verfolgten Werte zwangsläufig in Frage gestellt werden. Eine andere Schwerpunktsetzung ist oft die Folge.  Jetzt haben wir es also wissenschaftlich: Es liegt nicht an unserem Lebensumfeld oder unserer Lebensweise, wenn wir um die 40 Depressionen bekommen!  Also nur eine Krise, um über sich nachzudenken?
Mehr zum “Sinn des Ganzen” unter:  www.der-sinn-des-ganzen.de